
MINTA*-HackdayRückblick 2025
Der Hackday richtete sich an Mädchen, inter, nicht-binäre, trans und agender Personen zwischen 14 und 18 Jahren. Manche hatten schon viel Erfahrung mit Programmieren und Technik, andere wollten einfach mal reinschnuppern. Für alle sollte es ein entspannter Ort sein, an dem man Neues lernen, kreativ sein und andere Jugendliche kennenlernen kann. Wichtig war uns auch: Man musste nicht bei Jugend hackt angemeldet sein, um mitzumachen.
Die Inspiration war es, den Teilnehmenden niedrigschwellig zu ermöglichen, spannende Technik auszuprobieren, kreativ zu werden, Leute kennenzulernen und die Möglichkeit zu geben, Teil einer coding- und technikinteressierten Community zu werden.


Die teilnehmenden Jugendlichen kamen am Samstag um 13:30 Uhr an. Um die Ankommenszeit zu überbrücken, haben sie ein Kennenlern-Bingo gespielt, das zwar als “klassisches” Bingo gedacht war, aber kurzerhand einfach gemeinsam ausgefüllt wurde.
Nach dem Ankommen gab es eine kleine Begrüßung: Wo sind wir hier eigentlich und wer sind die ganzen Leute? Unterstützt wurde das DW-Team von ehrenamtlichen FLINTA-Mentor*innen. Auch ein paar grundlegende Programmierkenntnisse haben wir anfangs nochmal vertieft, wie z.B. “Was ist eine Variable?” oder “Wie funktionieren Farben in Hex-Darstellung?”. Viele der Teilnehmer*innen kannten sich schon wirklich gut aus.
Dann ging es endlich los mit den Workshops. Die Jugendlichen konnten sich aussuchen, auf was sie gerade am meisten Lust hatten. Die Idee war es drei Runden anzubieten, die den Teilnehmer*innen die Möglichkeit gaben, den Workshop zu wechseln und alle drei auszuprobieren (natürlich nur, wenn sie wollten). Es gab die Wahl zwischen einem HTML-Tutorial, einer Einführung für die Stickmaschine und einem Löt-Workshop. In den Pausen und auch dazwischen gab es genug Drinks und Snacks, damit man sich gut konzentrieren kann.
Beim Löten konnte diejenigen ohne Erfahrung mit einfachen Lötkarten beginnen und dann danach blinkyparts zusammenbauen, einfache Lötbausätze, bei denen Hardwareteile auf witzig gestalteten Platinen aufgebracht werden müssen. Am Ende sollen sie alle leuchten! Außerdem gab es die Möglichkeit techy LED-Schmuck zu löten oder sich mit den Perlen und Drähten einfach kreativ auszuprobieren und spielerisch mit Hardware und anderen Materialien Schönes zu erschaffen.
Im HTML-Workshop konnte man lernen, wie man ganz von vorne anfängt, wenn man eine eigene Webseite erstellen möchte – einfach nur mit HTML, CSS und JavaScript! Alle konnten selbst entscheiden, wie die eigene Webseite aussehen soll. Ganz egal, ob super minimalistisch, mit eigenen Zeichnungen dekoriert oder nah an einer existierenden Website. Wenn man seinen eigenen Code schreibt, ist alles möglich! Webseiten programmieren und ins Internet veröffentlichen war viel leichter als gedacht! Es hat sogar funktioniert, eine eigene Spotify-/Apple-Music Playlist auf der Website zu verlinken oder eine Vorschau des Instagram-Profils anzuzeigen. Wir sind gespannt, wie sich die Webseiten weiterentwickeln!
Die Stickmaschine war heiß begehrt! Auf turtlestitch.org entwarfen die Jugendlichen Motive und konnten sie direkt auf Jutebeutel, T-Shirts oder mitgebrachte Kleidung sticken, die sie im Anschluss mit nach Hause nehmen durften.


Ein Highlight zwischendurch waren die frischen Waffeln. Schon bevor sie fertig waren, hat man den Duft im ganzen Haus gerochen. Viele haben sich beim Waffelessen über ihre Projekte ausgetauscht und neue Ideen gesammelt.
Zum Abschluss wollten wir gemeinsam Pizza essen, Popcorn knabbern und den Film „Hidden Figures“ schauen. Er erzählt die Geschichte Schwarzer Frauen in der NASA, die Bahnbrechendes für die Raumfahrt geleistet haben. Sie taten dies in einer Zeit, in der Frauen und Schwarze Menschen (und ganz besonders Schwarze Frauen) in Mathematik und Technik kaum sichtbar waren. Ein Film, der Mut macht und genau zu unserem Hackday passte. Schlussendlich haben wir ihn aber nicht bis zum Schluss gesehen: Viele wollten lieber noch weiter programmieren, tüfteln und basteln.


Gegen 21 Uhr ging der Tag zu Ende. Manche wurden noch bis zum Hauptbahnhof begleitet. Beim Verabschieden war schnell klar: Das soll nicht das letzte Mal gewesen sein. Viele wünschten sich, dass der MINTA*-Hackday regelmäßig stattfindet.
Wir bedanken uns herzlich bei MESO für die Räume, bei unserem Team und den Mentor*innen und natürlich bei den Jugendlichen, die diesen Tag so besonders gemacht haben. Es war ein toller Start für ein Format, das wir auf jeden Fall weiterführen wollen.
Ein offener Raum ohne Erwartung an Ergebnisse hat wunderbar funktioniert. Alle hatten eine tolle Zeit und vielleicht sind sogar ein paar neue Freundschaften geschlossen worden!











